Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Pressemitteilung *Raus aus der Isolation!- Demonstration in Bitterfeld für mehr Rechte für Flüchtlinge*

Für den kommenden Mittwoch, den 6. November 2013 rufen Flüchtlinge des Landkreises Bitterfeld und ihre Unterstützer_innen zu einer Demonstration
unter dem Motto „Raus aus der Isolation!“ auf. Treffpunkt ist um 14:30 Uhr am Bahnhof Bitterfeld.

Dabei wird es um vier zentrale Forderungen gehen:

Flüchtlingslager schließen!

Für eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen!

Für ein Recht auf Sprachkurse und eine Arbeitserlaubnis!

Für ein Bleiberecht für alle!
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WAS SIND SCHON ZWEI MONATE?

*Am 05. September 2012, drei Tage vor Beginn des Protestmarsches der Non-Citizens nach Berlin, bin ich gemeinsam mit anderen Genoss_Innen von Düsseldorf nach Würzburg gefahren, um die letzten organisatorischen Dinge zu klären. Am frühen Morgen nahm mich dich Polizei am Zelt unter dem Vorwand der Ausweiskontrolle fest und fuhr mich gegen Mittag in Begleitung von zwei Polizisten in mein Lager in NRW zurück. Heute stand ich wegen Beleidigungen vor Gericht, die ich im Auto an die Beamten gerichtet habe.
Das Urteil: zwei Monate Haft. Im Folgenden möchte ich offiziell meine Ansicht dazu erläutern.*
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Demonstration am 06.11.2013 in Bitterfeld

*Französische*
Sortons de l‘isolation!
Pour la fermeture de tousles camp d,asyle
Pour un logement pour tous.
Pour le droit a tous d,apprendre la langue Allmande.
Pour un droit a tous de pouvoir travailler.

Refugiers! Dessidez vous, mobilisez vous et venez aus
demonstrations.

Demonstration
06.11.13 Bitterfeld
Treffpunkt 14:30h Bahnhof Bitterfeld
Debut du Demo 15h

Organiser par Refugee Protest de Bitterfeld et ses soutiens.
Plus d,info sur: refugeeprotestbtf.blogsport.de

*english*
Break the Isolation!

Close all refugee camps!
For an accomodations in own apartments!
For a right to german courses and permissions to work!

Refugees, like us, join us!
Activate yourselves and come to our demonstration.

Meeting point: 2:30 pm at the train station Bitterfeld
Start of demonstration: 3 pm

organised by Refugee Protest Bitterfeld and suporters.
More Informations at: refugeeprotestbtf.blogsport.de

Une critique concernant la distribution des permis de travail dans le district d‘Anhalt- Bitterfeld

Mesdames et Messieurs,

apres notre camp de protest à Bitterfeld, les autorités nous avons assuré que nous avons le droit à un permis de travail. Ils ont dit que nous devons chercher un emploi et postuler pour un permis de travail au bureau de l‘immigration à Bitterfeld.
Donc nous sommes allés à la recherche de travail et ont trouvé un emploi.
Avec la lettre de l‘employeur nous sommes allés au bureau de l‘ immigration. Là on nous a dit que nous devons attendre trois semaines pour l‘elaboration. Nous critiquons qu‘il faut attendre trois semaines. C‘est trop longue, parce que l‘employeur ne peux pas attendre indéfiniment jusqu‘à ce qu‘il peut embaucher quelqu‘un. Parce que les postes devraient etre occuper le plus rapidement possible.
Les employeurs qui nous avons trouvés, heureusement ont eu la patience d‘attendre pour les permis de travail. Mais après les trois semaines nous avons recu une réponse négative, cela signifie que la demande d‘un permis de travail a été rejetée. La raison de ce refus était qu‘il y aurait suffisamment des autres travailleurs pour le travail nous avons trouvé.

En Saxe -Anhalt l‘expérience a montré qu‘il est rare que des permis de travail pour les réfugiés sont approuvés. Nous pensons que les autorités jouent avec nous. Ils veulent crever nos têtes. Si nous faisons une demande pour un emploi, nous avons l‘espoir de trouver un travail, l‘espoir d‘échapper l‘isolement de la vie du camp et d‘apporter notre contribution à l‘autosuffisance. Comme il n‘etait pas autorisé à travailler, ces espoirs ont été détruits. Nous restons enfermés dans les camps de réfugiés à Friedersdorf et Marke et sommes condamnés à continuer
d‘attendre et ne rien faire. Si nous pourrions travailler, les autorités ne devraient pas nous payer, nous pourrions contrebalancer les préjugés généraux, comme „vivre aux crochets des gens » ou «gaspiller l‘argent des contribuables». Nous ne voulons pas rester inactif, manger et dormir. Nous voulons etre un part equitable de la société. Nous supposons que les autorités ne veulent pas nous laisser etre un part de la société, qu‘ils savaient du début qu‘ils vont nous envoyer une décision négative. Pour nous un part de l‘integration en Allemagne c‘est d‘être capable de
travailler, si les autorités refusent, ils refusent notre intégration dans la société.

Nous demandons aux autorités du district d‘Anhalt- Bitterfeld publiquement de nous donner une vraie chance de travailler. Nous voulons enfin être traités comme des êtres humains et membres de la société. Nous ne pouvons pas nous contenter avec les interdictions de travail. On continue à lutter pour notre droit d‘une realisation de soi.

Refugee Protest Bitterfeld / Sachsen-Anhalt

Kritik am Umgang mit der Ausstellung der Arbeitsgenehmigungen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach unserem Refugee Protestcamp in Bitterfeld, wurde uns von Seiten der Behörden versichert, dass wir Anspruch auf eine Arbeitserlaubnis haben. Sie sagten, wir müssen uns eine Arbeit suchen und einen Antrag auf Arbeitsgenehmigung bei der Ausländerbehörde in Bitterfeld stellen.
Wir haben uns also auf die Suche nach Arbeit gemacht und auch eine Arbeit gefunden. Mit dem Schreiben von dem Arbeitgeber sind wir dann zu der Ausländerbehörde in Bitterfeld gegangen. Dort wurde uns gesagt wir müssen 3 Wochen auf die Bearbeitung warten. Wir kritisieren daran, dass die Zeit von 3 Wochen zu lang ist für eine solche Bearbeitung, da die Arbeitgeber nicht ewig warten bis sie jemanden einstellen können. Da die Arbeitsstellen ja schnellstmöglich besetzt werden sollen.
Die von uns gesuchten Arbeitgeber haben zu unserem Glück aber die Geduld gehabt auf die Bearbeitung der Arbeitserlaubnis zu warten. Nach den 3 Wochen wurde uns allerdings eine negative Antwort gegeben, dass bedeutet der Antrag auf eine Arbeitsgenehmigung wurde abgelehnt. Die Begründung der Ablehnung war, dass es angeblich genügend andere Arbeitnehmer für die von uns gefundene Arbeit gebe.

In Sachsen-Anhalt ist es erfahrungsgemäß sehr selten, dass Arbeitserlaubnisse für Flüchtlinge genehmigt werden. Wir denken, die Behörden spielen mit uns. Sie wollen unsere Köpfe kaputt machen. Wenn wir einen Antrag auf eine Arbeit stellen, haben wir die Hoffnung auf Arbeit, die Hoffnung aus der Isolation des Lagerlebens entfliehen und unseren Beitrag zur Selbstversorgung leisten zu können. Da es uns nicht erlaubt wurde zu arbeiten, wurden diese Hoffnungen zerstört. Wir sind weiterhin gefangen in den Flüchtlingslagern in Friedersdorf und Marke und sind verdammt weiter zu warten und nichts tun zu können. Wenn wir arbeiten dürften, müssten die Behörden uns kein Geld bezahlen, wir könnten den allgemeinen Vorurteilen entgegenwirken, welche aussagen, dass wir anderen Menschen „auf der Tasche liegen“ oder „die Steuergelder verschwenden“. Wir möchten nicht nur untätig rumsitzen, essen und schlafen. Wir wollen ein gleichberechtigterer Teil der Gesellschaft sein. Wir haben die Vermutung, dass die Behörden uns nicht ein Teil der Gesellschaft sein lassen wollen, dass sie von Anfang an wussten, dass sie uns einen negativen Bescheid schicken werden. Für uns ist es ein Teil von Integration in Deutschland arbeiten zu können, indem die Behörden uns dies Verweigern, verweigern sie uns die Integration in der Gesellschaft.

Wir fordern hiermit die Behörden vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld öffentlich auf, uns eine reale Chance auf Arbeit zu geben. Wir wollen endlich als Menschen und als Teil der Gesellschaft behandelt werden.

Wir werden uns nicht zufrieden geben mit den Arbeitsverboten und weiter für unser Recht uns selbst zu verwirklichen kämpfen.

Refugee Protest Bitterfeld / Saxony-Anhalt